SCRiBiLiTY - Das innere Team

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Wir sind viele.

Die Idee des inneren Teams ist ein wirkungsvolles Denkmodell, das sich in vielen Konzepten von Psychotherapie und Beratung wiederfindet.

Jeder Mensch besitzt mehrere Anteile, die zusammen sein persönliches Team bilden. Je nach Situation - insbesondere in stressigen oder herausfordernden Momenten - übernimmt ein spezielles Teammitglied die Kontrolle über das Erleben und Verhalten des Menschen.

Das Denken in inneren Anteilen hat sich - auch in der Arbeit mit Kindern - sehr bewährt. Das Modell verdichtet seelische Zustände und unbewusste Handlungsstrategien in konkrete und lebendige Bilder.  Dadurch werden diese für die Klient:innen verständlich und besser erkennbar. 

SCRiBiLiTY - Das innere Team macht das Arbeiten mit inneren Anteilen in einer visuell ansprechenden und spielerischen Form für Psychotherapeut:innen, Pädagog:innen und Berater:innen nutzbar. 

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Der Eingebildete

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Der Jammerer

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Der Kränkelnde

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Der Tagträumer

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Der "Suchti"

Einige Beispiele für Teammitglieder. 

Entdecken Sie die Eigenschaften
der Teammitglieder.

Eine wesentliche Grundhaltung in der Arbeit mit dem inneren Team ist das Postulat der guten Absicht:

Alle Nachteile und schwierigen Eigenschaften eines Teammitglieds sind unter einer anderen Perspektive Fähigkeiten oder Lösungsversuche. 

Das Ansprechen problematischer Verhaltensweisen wirkt durch das Modell der inneren Anteile nicht konfrontativ oder verwürflich. Deshalb wird es von den Kindern und Jugendlichen gut angenommen - und auch die Bezugspersonen beurteilen Konflikte aus einer neuen Perspektive.

Beispiel: Die Lässigen

Probleme herunterspielen, bagatellisieren

Diese Anteile versuchen, Problemen aus dem Weg zu gehen. Sie schaffen dies, indem sie behaupten, dass sie das alles nicht berühre oder dass etwas nicht wichtig sei.

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Ist doch egal, das findet sich schon hin, irgendwie...

Vorteile
Diese Anteile sind im besten Falle wirklich nervenstark und lassen sich auch durch große Krisen nicht umwerfen. Sie können Unglück hervorragend rationalisieren und umdeuten.

Nachteile
Allerdings verhalten sie sich häufig zu gleichgültig, wirken ignorant und gefühlskalt. Da sie nichts berühren kann, haben sie auch keinen Impuls, etwas an einem Problem zu ändern.

Beispiel: Die Hilflosen

hilflos sein, sich dumm stellen

Diese Anteile machen sich kleiner als sie sind. Indem sie sich inkompetent und hilflos geben, schützten sie sich vor Überanstrengung und bewegen andere dazu, Probleme an ihrer Stelle zu lösen. Die Hilflosen vermeiden sowohl konkrete Anstrengungen als auch unangenehme Gefühle.

Vorteile
Die Hilflosen sind häufig erfolgreich darin, andere zum Arbeiten zu bringen. Dadurch ersparen sie sich und ihrem Team eigene Anstrengungen, und manchmal können andere tatsächlich etwas schneller und besser erledigen als man selbst.

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Ich bin wie immer zu blöd….

Nachteile
Wer immer Hilfe braucht, bleibt langfristig klein und unselbstständig. Das verdirbt das Selbstbewusstsein und wird - vor allem im höheren Alter - schnell peinlich. Wer mit 18 Jahren noch immer von Mama die Socken rausgelegt bekommt, wirkt wenig attraktiv.

Beispiel: Die Problemlöser

konzentrieren, arbeiten, vorausdenken

Problemlöser planen geschickt und arbeiten konzentriert und engagiert. Sie können auch unangenehme und anstrengende Phasen aushalten, weil sie das große Ganze im Blick hat. Falls nötig fragen dieser Anteile andere um Hilfe und organisieren sich Unterstützung. 

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Mist, das hatte ich nicht gedacht. Können wir mal überlegen, wie ich das lernen könnte?

Vorteile
Diese gut organisierten, planenden Anteile sind extrem nützlich, nicht nur in der Schule, sondern auch beim Verabreden mit Freunden, beim sportlichen Trainieren oder beim Gestalten der eigenen Freizeit.

Sie haben die Fähigkeit, die Welt zu erobern, Wünsche zu erfüllen und Ziele zu erreichen. 

Nachteile
Diese vernünftigen, maßvolle Anteile sind für Kinder und Jugendliche auf den ersten Blick nicht sonderlich attraktiv. Ihnen fehlt das Schillernde und Exzessive. Es gilt deshalb zu entdecken, dass sie die beste Fähigkeiten haben, mit anderen zurechtzukommen und Probleme jeglicher Art zu lösen. 

Beispiel: Die Kämpfer

streiten, provozieren, Schuld zuweisen

Diese Anteile schützen sich vor Konflikten, indem sie selber ärgerlich werden. Nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ reagieren sie auf Kritik mit Gegenkritik. Ihr Ärger wirkt „aufgeblasen“ und wird strategisch eingesetzt. 

Vorteile
Die Kämpfer können sich mit Worten abgrenzen. Ihre Stärke ist, dass sie sich offen wehren. Das ist nützlich, z.B. wenn man von anderen geärgert oder bedrängt wird. Oder wenn man seine Stärke für andere einsetzt, die schlecht behandelt werden.

Nachteile
Wenn die Kämpfer übermächtig werden, unterscheiden sie nicht mehr zwischen berechtigter und unberechtigter Kritik. Dann lassen sie jegliche Kommunikation im Streit eskalieren. Auf Dauer schädigen sie damit die Beziehungen zu anderen. 

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Na und? Du kannst es doch selber auch nicht besser!

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Das Material besteht aus insgesamt 33 unterschiedlichen Anteilen. Damit lassen sich nach unserer Erfahrung (fast) alle Situationen und Bewältigungsstile abbilden. 

In einer ausführlichen Anleitung finden Sie Methoden und Spiele, mit denen Sie die Teammitglieder ihrer Klient:innen mit Ihren Vor- und Nachteilen entdecken und erforschen können.

Unterscheiden Sie Funktionen und Stile 

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Kämpfende Beschützer

versuchen, schwierige Situationen mit Dominanz und Macht zu bewältigen.​ Dabei lassen sie häufig die nötige Diplomatie vermissen.

Ausgeglichene Beschützer lösen Probleme, indem sie auf Herausforderungen und Konflikte angemessen, flexibel und mit dem richtigen Maß an Emotion und Vernunft reagieren.

Vermeidende Beschützer

versuchen, eine Person vor schlechten Gefühlen zu bewahren. Sie verdrängen Probleme und lenken von unangenehmen Gefühlen und Gedanken ab.

Unterordnende Beschützer

passen sich (zu sehr) an die Umwelt an. Sie stellen eigene Bedürfnisse zurück und ordnen sich den Wünschen anderer unter.

Innere emotionale Anteile

sind angeboren und spiegeln grundlegende Emotionen.

Wohlwollende Stimmen

verkörpern Akzeptanz, Selbstannahme
und Wertschätzung.

Innere Kritiker

sind  stets unzufrieden und sehen vor allem das Negative und vergleichen die Person gerne mit anderen.

Zeigen Sie mit der Maus auf die Figuren für weitere Informationen.

Der äußere Kreis: das Verhalten

Im äußeren Kreis finden sich alle Teammitglieder, mit denen wir handeln und kommunizieren. Sie interagieren mit der Umwelt und spiegeln das sichtbare Verhalten (z.B. streiten) und das verdeckte Verhalten (z.B. träumen).

Der mittlere Kreis: die Gedanken

Im mittleren Kreis geht es um die Gedanken über uns selbst und unsere Umwelt. Dort finden wir - vor allem in Form der inneren Kritiker - unsere Bewertungen, Interpretationen und Konzepte über uns selbst und die Welt. ​

Der innere Kreis: die Gefühle

Im innersten Kreis finden wir die Anteile, die unsere Emotionen spiegeln. Diese werden von unseren Klient:innen oft nur begrenzt wahrgenommen, da sie vonden Beschützer-Anteile verdeckt werden. 

Geben Sie Ihren Klient:innen eine Bühne.

Sie erhalten zwei halbkreisförmige Platten, auf denen Sie die Teammitglieder ihrer Klient:innen wie auf einer Theaterbühne aufstellen können. 

Dadurch werden in spielerischer Form innere Zusammenhänge und unbewusste Handlungsstrategien sichtbar und verstehbar. 

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Beispiel: Der neunjährige Ben fängt immer an zu streiten, wenn er Hausaufgaben machen soll.

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Auslöser in der Umwelt: 

Der Vater ermahnt Ben, seineHausaufgaben zu machen.

2

Äußerer Kreis: sichtbares Verhalten
Ben ahnt schon, dass es bald Streit geben wird. Deshalb versucht er die unangenehme Situation auszublenden, indem er trödelt und sich selber ablenkt. Dieses Teammitglied ist ein vermeidender Beschützer.

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Innerster Kreis: emotionale Anteile
Dadurch werden bei Ben zwei emotionale Anteile aktiviert: 

  • Das traurige Teammitglied spiegelt seine Frustration und seine Trauer über die vielen Konflikte mit den Eltern. 

  • Die bockig-wütende Seite zeigt sein Bedürfnis nach Selbstbehauptung. Dieser Anteil fordert Ben auf, sich gegen die Zumutungen zu wehren.

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Mittlerer Kreis: innere Stimmen/Gedanken
Die Aufforderung des Vaters wird durch einen inneren Kritiker verarbeitet. Dieser hat Bens negative Schulerfahrungen als bösen Glaubenssatz internalisiert: „Du bist dumm und wirst sowieso scheitern. Du bist eine Enttäuschung für deine Eltern.“ 


Der Kritiker tritt reflexartig immer dann auf, wenn Ben mit Leistungsanforderungen konfrontiert wird.

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Äußerer Kreis: sichtbares Verhalten
Deshalb aktiviert sich sekundenschnell ein kämpfender Beschützer. Dieser schützt Ben vor den traurigen Gefühlen und gibt dem Impuls nach Selbstbehauptung nach.

Der Kämpfer fegt die Hausaufgaben vom Tisch: „Den Mist mache ich nicht. Ich lasse mir nichts vorschreiben!“

Das Problem: durch sein aggressives Auftreten verärgert der Kämpfer die Umwelt. Und indem er Ben dazu bringt, die Arbeit zu verweigern, werden die eigentliche Konflikte - die schlechten Schulleistungen und die dazugehörigen Gedanken und Gefühle - nur oberflächlich verdeckt und nicht aufgelöst. 

Hilfreich wäre, wenn Ben neben der Wut auch ein Gespür für seinen traurig-emotionalen Anteil bekäme. Zudem wäre ein „Vernünftiger“ nützlich, der die Überforderung kommunizieren und angemessen um Hilfe bitten kann. Dieser stände - als sichtbares Verhalten - ebenfalls im äußeren Kreis.

Was Sie bekommen:

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SCRiBiLiTY Das innere Team wird in einer metallischen Box geliefert und lässt sich einfach transportieren oder beiseite räumen. Sie erhalten alle Materialen, um sofort mit dem Arbeiten beginnen zu können.   

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In der Box finden Sie 33 unterschiedliche Figuren, die innere Anteile darstellen. Diese können Sie auch mit den "klassischen" Figuren aus der Box: Die Emotionen mischen.

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Die Figuren sind abwaschbar bemalbar und haften magnetisch auf dem mitgelieferten Whiteboard. 

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Zusätzlich erhalten Sie eine Scheibe, auf der die Figuren aufgestellt werden können.
Diese Scheibe symbolisiert die "innere Bühne" mit den Ebenen Verhalten, Gedanken und Gefühle.

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Damit lassen sich problematische Verhaltensweisen spielerisch analysieren. Die dahinterliegende Gedanken und Gefühle werden anschaulich dargestellt.

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So können beispielsweise innere Kritiker und ihre schädlichen Aussagen erkannt und hinterfragt werden. 

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Unglückliche und verletzte Anteile werden validiert und symbolisch getröstet. 

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Problematische Teammitglieder können vom Therapeuten "angerufen" und interviewt werden.

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Auch innere Anteile der Bezugspersonen können dargestellt und mit den Anteilen des Kindes in Bezug gesetzt werden.

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Sie erhalten eine ausführliche Anleitung, in der das Konzept erklärt und in konkreten Übungen umgesetzt wird.  

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In einer gesonderten Broschüre werden alle Mitglieder des inneren Teams noch einmal einzeln mit ihrer Funktionalität vorgestellt.

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Das innere Team eignet sich für Kinder ab ca. 5 Jahren, aber auch für Jugendliche und Erwachsene. 

Nutzen Sie die vielen Möglichkeiten.

In einer ausführlichen Anleitung führen wir Sie in die Arbeit mit dem inneren Team ein. Wir behandeln folgende Bereiche:​

  • Einführung in das Konzept 
    Zunächst führen wir Sie in unsere Systematik des inneren Teams ein und stellen das Kreismodell vor. Anhand von zwei Fallbeispiele veranschaulichen wir immer wieder unsere Systematik.

  • Arbeit mit Kinder und Jugendlichen 
    Oft ist es wünschenswert, das Auftreten einzelner Teammitglieder bewusster steuern zu können. Um dies zu erreichen, müssen die Anteile als erstes erkannt und benannt werden. Wir zeigen, wie Sie mit Ihren Klient:innen üben, eigene Anteile bewusst wahrzunehmen und zu regulieren. Dies gelingt unserer Erfahrung nach bereits im Kindergartenalter.
     
  • Die inneren Kreise
    Hier erweitern wir das Team um um die inneren Kritiker und die emotionalen Anteile. Diese Übungen sind etwas komplexer und eignen sich für Kinder ab ca. neun Jahren, sowie für Jugendliche und Erwachsene.
  • Arbeit mit Bezugspersonen
    Die Erfahrung zeigt, dass Eltern (und Lehrer:innen) das Konzept schnell begreifen und als nützlich empfinden. Das Denken im "inneren Team" führt zu einem besseren Verständnis für die Bedürfnisse des Kindes.
    Das Modell der inneren Anteile kann auch auf die Eltern selber übertragen werden, denn auch sie haben eigene Teammitglieder, die im Familienalltag aktiviert werden.

  • Das innere Team der Berater:innen 
    Auch wir als Therapeut:innen und Pädagog:innen besitzen unterschiedliche innere Anteile, die sich in bestimmten (Arbeits-)Situationen zeigen. 
    Für die Auseinandersetzung mit Ihrem eigenen inneren Team geben wir Ihnen Impulse zur Selbsterfahrung, Selbstreflektion oder für die Intervision.
     
  • Anhang: Ausführliche Beschreibung
    aller Figuren

    Für ein tieferes Verständnis erläutern wir die einzelnen Teammitglieder mit ihren typischen Eigenschaften, ihrer Funktionalität und ihren Vor- und Nachteilen.