Anwendungsbeispiel: Skalierungen

Manchmal sind Gefühle unangemessen stark oder schwach ausgeprägt. Dann hindern sie uns daran, uns konstruktiv zu verhalten.

Nutzen Sie SCRiBiLiTY-Figuren, um Gefühle in unterschiedlichen Intensitäten zu differenzieren. Dadurch verbessern Ihre Klient*innen ihre Selbstwahrnehmung und schaffen eine Voraussetzung, um ihr Verhalten zukünftig besser zu steuern.

Sensibilisieren Sie auch das Umfeld, auf die unterschiedlichen Gefühlsintensitäten zu achten und differenziert zu reagieren

  • Wie nennt man dasselbe Gefühl, wenn es stärker/ schwächer ausgeprägt ist?
    Was sind z.B. passende Namen für „ein bisschen ärgerlich“, „ziemlich ärgerlich“ und „sehr ärgerlich“?
     
  • Woran merkst du, wenn du .... bist?
     
  • Was passiert dann mit dir? Was passiert mit den anderen?
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STUFE 1

SAUER, GENERVT, KRITISCH

 

Ich bin ärgerlich, habe mich
aber unter Kontrolle.

 

Ich kann noch nachdenken
und zuhören.

STUFE 2

WÜTEND, ZORNIG, AUFGEREGT

Ich habe mich nur noch zum Teil
unter Kontrolle.

Ich kann noch sprechen,
aber ich höre nicht mehr richtig zu
und will einfach nur Recht bekommen

STUFE 3

AGGRESSIV, TOBEND, RASEND

Ich habe mich nicht mehr unter Kontrolle.

Ich schreie und schlage.

In diesem Moment ist mir alles egal.

Zur Weiterarbeit:

Erarbeiten Sie Gedanken- und Handlungsalternativen, die helfen, überschießende Gefühle zu regulieren:
 

  • Worauf muss ich achten, wenn ich auf „Stufe 2“ komme? (z.B. Selbstinstruktionen anwenden)

  • Was tue ich, wenn ich auf „Stufe 3“ bin? (z.B. Time-Out)

  • Was tun dann die anderen? (z.B. mich in Ruhe lassen)


In der Arbeit mit der ganzen Familie: Besprechen Sie, dass man Konflikte am besten lösen kann, wenn sich alle Beteiligten auf „Stufe 1“ befinden. Solange das nicht der Fall ist, müssen sich alle – Eltern wie Kinder – erst einmal beruhigen. Besprechen Sie, was die einzelnen Personen bis dahin machen – und was nicht.